• TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann (links) und HFPH-Präsident Prof. Johannes Wallacher mit dem Kooperationsvertrag.
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Technik trifft Philosophie

München - Die Technische Universität München (TUM) und die Hochschule für Philosophie München (HFPH) intensivieren ihre Zusammenarbeit in der Lehre. Bereits im laufenden Semester besuchen die ersten Studierenden der TUM Veranstaltungen an der HFPH. Das hochschulübergreifende Studienangebot ist Teil des Exzellenzkonzepts der TUM und integriert Ethik und gesellschaftliche Fragen in die Technik- und Naturwissenschaften.

Wie wollen wir das Verhältnis von Mensch und Maschine gestalten? Wie sieht eine gerechte Wirtschaftsordnung aus? Wo liegen die Grenzen der Medizin? Ob Ingenieurinnen, Naturwissenschaftler oder Medizinerinnen – verantwortungsvoll handeln kann nur, wer sich mit den ethischen Fragen des eigenen Fachs auseinandergesetzt hat und dafür auch das nötige argumentative Werkzeug hat.

Neben dem Aufbau eines eigenen gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkts hat die TUM nun mit der Hochschule für Philosophie München eine der renommiertesten Denkschulen als Partnerin gewonnen, um ihren Studierenden eine Erweiterung ihres Bildungshorizontes zu ermöglichen. Geplant ist, dass auch die Studierenden der HFPH Kurse aus dem breiten Fächerspektrum der TUM belegen können. Die Partner wollen zudem noch stärker in der Forschung zusammenarbeiten.

Flexible Wahlmöglichkeiten

Am Montagnachmittag haben TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann und HFPH-Präsident Prof. Johannes Wallacher den Kooperationsvertrag für dieses zukunftsorientierte Modell unterzeichnet. Studierende der TUM besuchen bereits in diesen Tagen die ersten Vorlesungen und Seminare. Sie können dabei frei aus dem Themenangebot der HFPH auswählen – ob grundlegende Einführung in die großen Fragen der menschlichen Existenz oder konkrete ethische Probleme ihres Studienfachs. Auch das Volumen der Modulstudien ist flexibel wählbar, von einer Vorlesung bis zum Zweitstudium „Philosophicum“ mit eigenem Zertifikat. Die TUM schafft die Möglichkeit, die Leistungen als sogenannte überfachliche Qualifikation anzurechnen.

Gesellschaftliche Dimension der Technologie

„Die Öffnung der Lehre an der HFPH ist eine exzellente Bereicherung unseres Studienangebots“, sagt TUM-Präsident Hofmann. „Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die gesellschaftliche Dimension tief in Lehre und Forschung der Technikwissenschaften zu verankern. Unseren Studierenden wollen wir ermöglichen, im Sinne menschenzentrierter, vertrauenswürdiger und gesellschaftsfähiger Innovationen zu denken und zu handeln. Dass sie die Möglichkeit haben, von den klügsten Philosophinnen und Philosophen zu lernen, erfüllt uns mit großer Freude.“

„Mit dieser umfassenden Kooperation mit der international herausragenden Exzellenzuniversität TUM unterstreichen wir die Bedeutung der Philosophie für unsere Gesellschaft“, betont HFPH-Präsident Wallacher. „Durch die Modulstudien Philosophie vermitteln wir auch Studentinnen und Studenten der Technik- und Naturwissenschaften das notwendige Rüstzeug für vernetztes Denken und verantwortliches Handeln. Wir freuen uns, gemeinsam mit der TUM die Entscheidungsträgerinnen und Innovatoren von morgen zu Persönlichkeiten zu bilden, die sich den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft stellen.“

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