• Rettungskräfte im Einsatz nach den schweren Erdbeben
  • Auf die Einrichtungen der Jesuiten können sich die Menschen verlassen - auch in der Krise
  • Ein Schwerpunkt der Arbeit der Jesuiten in Venezuela: Unterstützung für Kinder und Jugendliche
  • Genauso wichtig wie materielle Hilfe: Seelsorge und Begleitung
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jesuitenweltweit

Venezuela: Halt in Zeiten der Krise

Leere Regale im Supermarkt, tagelange Stromausfälle, unbezahlbare Medikamente: Die Menschen in Venezuela leben ihren Alltag im Krisenmodus. Zwei schwere Erdbeben verschärfen die Situation im Land zusätzlich. Die Jesuiten halten dagegen und stehen den Menschen zur Seite – mit Bildung und Seelsorge im Alltag, mit Nothilfe in der aktuellen Ausnahmesituation. Das Hilfswerk jesuitenweltweit unterstützt ihre Arbeit durch Spenden.

„Für viele ist das Trauma weiterhin präsent, und ein lautes Geräusch versetzt sie sofort in Alarmbereitschaft“, sagt P. Manuel Zapata SJ. Er spricht vom 3. Januar 2026, als die USA Venezuela angriffen und den Präsidenten Nicolás Maduro entführten. An diesem Tag fielen einige Bomben in unmittelbarer Nähe der Pfarrei San Alberto Hurtado in Caracas, in der Pater Zapata arbeitet.

Seit diesem Angriff ist nicht nur die Politik in Venezuela eine andere, sondern auch der Alltag. So ist für die Menschen im Land Armut ein ständiger Begleiter: Viele Eltern arbeiten den ganzen Tag und bringen doch nicht genug Geld mit nach Hause, um für ihre Familien Essen, Medikamente und Schulmaterial kaufen zu können. Seit Januar hat sich ihre Lebensqualität weiter verschlechtert, denn Preise steigen, Wasser kommt nur unregelmäßig und der Strom fällt teilweise tagelang aus.
 

Zwei Erdbeben bringen neue Not

Als wäre das noch nicht genug, erschütterten am 24. Juni zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 das Land schwer. Die Beben zählen zu den stärksten, die Venezuela seit mehr als 100 Jahren erlebt hat. Der Nordwesten des Landes ist am schlimmsten betroffen, darunter auch Schulen der Jesuiten in Caracas. Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden, während Nachbeben die Suche erschweren.

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