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Was haben Jesuiten zum Klimaschutz zu sagen?

Jeden Freitag gehen inzwischen weltweit tausende von Schülern und Studenten auf die Straße und fordern unter dem Motto "Fridays For Future" eine Umkehr in der Klimapolitik. Es geht um die Zukunft kommender Generationen, den Erhalt dieser von Gott geschaffenen Welt. Was geht das Jesuiten an? Was haben Sie dazu zu sagen?

Am Samstag, 6. April, laden die Freunde der Jesuiten in Deutschland zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ins Heinrich Pesch Haus ein. Es geht um das ureigene Thema der Christen: Die Schöpfung bewahren.

Jüngste Bilder von den verheerenden Überschwemmungen in Mosambik gehören hier ebenso her wie der Hilferuf von Deutschen Weinbauern, die wie viele Landwirte weltweit zunehmenden Wassermangel beklagen. Dann verbieten niederländische Gemeinden, dass Heliumluftballone bei Festen in den Himmel gelassen werden - ein schönes Bild- tödlich für Wasservögel Schildkröten und Fische, tödlich für die Schöpfung. Das Spektrum reicht vom Recyceln des Hausmülls über unser Konsumverhalten bis hin zu Produktionsbedingungen weltweit.  Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika Laudato Si' 2015 in vielen Punkten den mahnenden Finger in die Wunde gelegt. Unser tägliches Verhalten läuft aus dem Ruder: Ressourcenverschwendung, Konsumwut, auf der einen Seite, provoziert Armut, Ausgrenzung, Konflikte, Flucht auf der anderen Seite. Es fehle - so der Papst - an einer Kultur und an Leadership genauso wie an dem Willen, den eigenen Lebensstil, die Produktionsbedingungen und den Konsum zu ändern In seiner Umweltenzyklika fordert der Papst eine ganzheitliche Ökologie. Sein Schreiben hat Wellen geschlagen, auch Kritik ausgelöst. Denn er schreibt Unangenehmes: Der Mensch soll sich einschränken, mit Wenigem genügen und daran Freude finden: "Die christliche Spiritualität regt zu einem Wachstum mit Mäßigkeit an und zu einer Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein. Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet, ohne uns an das zu hängen, was wir haben, noch uns über das zu grämen, was wir nicht haben."  Und er fährt fort: "Die Genügsamkeit, die unbefangen und bewusst gelebt wird, ist befreiend. Sie bedeutet nicht weniger Leben, sie bedeutet nicht geringere Intensität, sondern ganz das Gegenteil... Das Glück erfordert, dass wir verstehen, einige Bedürfnisse, die uns betäuben, einzuschränken, und so ansprechbar bleiben für die vielen Möglichkeiten, die das Leben bietet."

Die Ignatianische Spiritualität lässt jene, die sich darauf einlassen, genau das erfahren, das Mehr im Weniger mit Blick auf Jesus Christus. Unsere Referenten zeigen auf, wo Jesuiten stehen in der Klimadiskussion. Am Samstag, 6. April 2019, von 9.30 bis 12 Uhr im Heinrich Pesch Haus Frankenthaler Str. 229, 67059 Ludwigshafen. Anmeldungen bitte per Telefon an 089-38185-223 oder Mail Brigitte.schmitt(at)jesuiten.org

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