Gerald Baumgartner SJ hat am Samstag im syrischen Homs die Diakonenweihe empfangen. Warum für ihn als frisch geweihten Diakon Syrien gerade der richtige Ort ist, erklärt er im Interview.
Pater Gerald Baumgartner wurde 1994 in Oberösterreich geboren. Er machte seinen Zivildienst in Jerusalem und studierte daraufhin in Graz Theologie. Dort lernte er auch die Jesuiten kennen und trat 2016 ins Noviziat in Nürnberg ein. Nach seinem Philosophiestudium in München lernte er im Libanon Arabisch und arbeitete im Sozialbereich mit. Von Sommer 2021 an lebte er für zwei Jahre in Homs (Syrien) und war dort in der Jugendarbeit tätig. Anschließend schloss er in Innsbruck seine theologischen Studien mit einer pastoralpsychologischen Arbeit über die traumasensible Gestaltung von pastoralen Zentren im Nachkriegskontext ab. Zurzeit ist er wieder in Aleppo in Syrien und unterstützt vor allem in der Jugendarbeit und in der ökumenischen Arbeit.
Gerald Baumgartner SJ hat am Samstag im syrischen Homs die Diakonenweihe empfangen. Warum für ihn als frisch geweihten Diakon Syrien gerade der richtige Ort ist, erklärt er im Interview.
Während ihrer 2-jährigen Noviziatszeit machen Novizen fünf "Experimente", bei denen sie konkrete Arbeitsfelder kennenlernen. Der österreichische Novize Gerald Baumgartner beschreibt sein Sommerexperiment im Kosovo.
An den Rand gehen heißt, die Grenze der eigenen Lebenswelt zu überschreiten. Die Tradition unseres Ordens kennt dafür Lernorte und Zeiten, „Experimente“ und „Nebenexperimente“. Gerald Baumgartner SJ schreibt darüber, was er in der Jugendarrestanstalt in Nürnberg und im Flüchtlingswohnheim in München gelernt hat.