Struktur und Zahlen

Der Aufbau der Gesellschaft Jesu

Die "Gesellschaft Jesu" ist der größte Männerorden der katholischen Kirche. Sie wurde 1540 durch ein formales Dekret Papst Paul III. zugelassen, ist also "päpstlichen Rechts" und weltweit tätig. Um sich den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort besser anpassen zu können, hatten die Jesuiten von Beginn an keine einheitliche Ordenskleidung und kein gemeinsames Chorgebet. Der Orden setzt darauf, dass seine Mitglieder selbstverantwortlich - je nach den Umständen, in denen sie leben - angemessene Formen des Gebets und der Andacht finden.

Symbol des Ordens ist das Monogramm IHS (die ersten drei Buchstaben des Namens Jesus in griechischer Schrift), welches als Iesum Habemus Socium ("Wir haben Jesus als Gefährten") oder Iesus Hominum Salvator ("Jesus, der Erlöser der Menschen.") gedeutet werden kann.

Verglichen mit anderen Ordens­gemeinschaften, die mehr demo­kratisch strukturiert sind, hat die Leitungsstruktur der Gesellschaft Jesu eher monarchischen Charak­ter. Dabei legt sie jedoch großen Wert auf gemeinsame Beratung und auf eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Einzelnen und den Oberen.

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Papst aus der Gesellschaft Jesu (Franziskus)

Jesuiten

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Heilige und Selige aus dem Jesuitenorden

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Jesuiten weltweit

Alles zur größeren Ehre Gottes

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Ordensprovinzen

Magis

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Jesuiten in Deutschland und Schweden

Aspect ratio 1:1

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Kommunitäten in Deutschland und Schweden

 

Der Generalobere

Der Jesuitenorden wird von einem Generaloberen geleitet. Seit 2016 ist dies P. Arturo Sosa SJ, ein Jesuit aus Venezuela. Er ist der einzige Obere, der im Jesuitenorden gewählt wird. Ihm ist die Leitung des ganzen Ordens anvertraut. Seine Wahl ist auf Lebenszeit, die 31. Generalkongregation hat aber die Möglichkeit eines Rücktritts geschaffen. Seine ständigen Berater und Mitarbeiter bilden die Generalskurie, die ihren Sitz wie der Generalobere in Rom hat.

 

Die Generalkongregation

Sie wählt den Generaloberen, kann aber auch einberufen werden, wenn andere Angelegenheiten von besonderer Bedeutung es erfordern. Als oberstes Organ des Ordens legt die Generalkongregation die großen Leitlinien der Arbeit für die jeweils kommenden Jahre fest. Die etwa 200 Mitglieder werden entweder auf lokaler Ebene gewählt oder nehmen kraft eines Amtes teil.

 

Ordensprovinzen

Aus administrativen Gründen gliedert sich die Gesellschaft Jesu in sogenannte Provinzen und Regionen. Die Gestaltung der Provinzgrenzen ist flexibel. Jeder Jesuit ist einer Provinz  zugeschrieben, kann aber immer wieder auch außerhalb seiner Heimatprovinz leben und arbeiten. Geleitet wird die Provinz vom Provinzial. Er wird vom Generaloberen nach einem Auswahlverfahren in der Regel für sechs Jahre ernannt.

 

Kommunitäten

Im Interesse einer hohen Mobilität leben die Jesuiten nicht ortsgebunden in Klöstern, sondern in Häusern bzw. Kommunitäten. Die Zugehörigkeit eines Jesuiten zu einer konkreten Kommunität ändert sich, wenn er an einem anderen Ort neue Aufgaben übernimmt. Jede Kommunität hat einen Oberen. Dieser wird in der Regel vom Provinzial ernannt.

Partner

SJ-Generalskurie