Von der Gründung bis heute

Als Gründer der Gesellschaft Jesu wird im Allgemeinen Ignatius von Loyola bezeichnet. Das ist nicht ganz falsch - stammen doch die Exerzitien von ihm, und er war es auch, um den sich die ersten Gefährten gruppierten. Aber Ignatius wäre wohl dennoch nicht einverstanden gewesen mit diesem Titel. Einerseits eben weil er eben nicht allein war und es Gefährten gab, andererseits - und das scheint der entscheidende Punkt - betrachten sowohl Ignatius als auch seine Gefährten die Gesellschaft Jesu keineswegs als bloßes Menschenwerk oder als Frucht eines apostolischen Projektes, sondern ganz klar als Werk Jesu Christi selbst. Ihm verdankt sie ihr Werden, ihren Geist und ihr Leben. Die ersten Gefährten glaubten ein neues Pfingsten zu erleben oder doch wenigstens wieder die Glut, die Freude und Kraft der apostolischen Zeit, der 'Urkirche' erfahren zu haben.

Zunächst sieben, später dann als Gruppe von zehn Männern, machten sich die Gefährten auf nach Paris, um am 15. August 1534 auf dem Montmartre ihre ersten Gelübde abzulegen. Die Bestätigung der Konstitutionen durch Papst Paul III. erfolgte am 27. September 1540 - dies ist somit das eigentliche Gründungsdatum der Gesellschaft Jesu. Damit war die Gemeinschaft als Orden innerhalb der Kirche anerkannt. Die Gefährten wählten Ignatius von Loyola zum ersten Generaloberen des jungen Ordens, der ihr "Pfingstereignis" erst möglich gemacht hat. Daraufhin hat sich der Orden rasch über die Kontinente ausgebreitet und ist zu einem der größten Orden der katholischen Kirche geworden.

Jesuiten in Deutschland

Mit Peter Faber kam bereits 1540 der erste Jesuit nach Deutschland. Es dauerte jedoch noch mehrere Jahre, bis die Ordensleitung die Schlüsselstellung Deutschlands für den Orden erkannte. Peter Faber und dann vor allem Petrus Canisius, der erste deutsche Jesuit, sind hier die prägenden Gestalten der Anfangsjahre. 1544 entstand in Köln die erste Jesuitenkommunität Deutschlands. Merkwürdigerweise entstand hier auch die Bezeichnung "Jesuiten" für die Mitglieder der Gesellschaft Jesu, doch war dies eigentlich kein Kompliment.

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Die Deutsche Provinz der Jesuiten

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