Freunde der Gesellschaft Jesu e.V.

Fundraising-Motor für die Arbeit der Jesuiten

"Freunde der Gesellschaft Jesu e.V."  ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die den Jesuiten nahe stehen und ihnen durch Gebet und Spenden helfen. Oder anders ausgedrückt:  Er ist der Fundraising-Motor für die Arbeit der Jesuiten. Die Gemeinschaft unterstützt die apostolische Arbeit, die spirituelle Tätigkeit, die Bildungswerke und den Sozialeinsatz der Jesuiten. "Freunde der Gesellschaft Jesu e.V." ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit kirchlichen Zwecken.

Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag und alle erhalten viermal jährlich gratis die Publikation JESUITEN.

Kontakt

P. Martin Stark SJ
Leiter Kommunikation & Fundraising

Telefon: 089-38185-230
Mail: fundraising(at)jesuiten.org

Jesuiten mit Weitblick gründeten diesen gemeinnützigen Förderverein für den Orden am 12. Dezember 1950. Pater Johannes Obermeier agierte als erster Vorsitzender. Als Minister und Ökonom des Berchmanskollegs, das sich damals noch in Pullach (Landkreis München) befand, lag ihm vor allem die Hauptaufgabe des Vereins am Herzens, nämlich die nötigen Finanzmittel zu bekommen, um die Ausbildungskosten von damals rund 170 Novizen und Philosophiestudenten aufzutreiben. Seither haben fast 1.000 junge Männer die jesuitische „Formatio“ durchlaufen. Möglich war dies nur durch die Unterstützung des Vereins und der Freundinnen und Freunde. Allein im vergangenen Jahr halfen sie uns mit Spenden in Höhe von knapp einer Million Euro.

Mit diesem Betrag ist es dem Provinzökonomen möglich, verschiedene Werke und Einrichtungen – allen voran die beiden Hochschulen in Frankfurt/M. und München, aber auch die Medienarbeit, den Jesuiten-Flüchtlingsdienst oder auch einzelne Projekte wie die Zukunftswerkstatt SJ – mit Zuschüssen zu unterstützen. Zwar sollte sich jedes Werk aus eigener Kraft finanzieren. Doch nicht immer ist dies möglich. Mancher Zuschuss des Ordens motiviert erst unsere Partner, auch ihren Beitrag zur Finanzierung zu leisten.

Die wenigsten wissen, wie Werke und Einrichtungen sich finanzieren und dass der Orden keine direkten Kirchensteuermittel erhält. Kommunitäten finanzieren sich in der Regel durch Einnahmen, die Jesuiten z.B. für ihre Seelsorgedienste in einer Diözese beziehen und mit denen sie ihre Mitbrüder vor Ort und in der ganzen Provinz unterhalten.

Zugegeben, das ist etwas kompliziert, aber weil der Orden grundsätzlich auf Unterstützung angewiesen ist, gibt es den Förderverein. Die Mitarbeiterinnen in der Spendenzentrale stellen steuerlich absetzbare Zuwendungsbestätigungen für die Spenderinnen und Spender schnell aus, kümmern sich um Adressänderungen und sind ansprechbar für alle möglichen Nachfragen. Mit Rat und Tat stehen sie zur Verfügung, wenn ein freudiger Anlass wie ein Geburtstag oder ein trauriger Anlass wie eine Beerdigung die Gelegenheit dafür bietet, eine Spendenaktion für Bildungschancen oder für soziale Gerechtigkeit zu starten. Häufig kommt es zu sehr persönlichen Telefonaten, durchaus auch mit freundschaftlichem oder seelsorglichem Charakter.

Eine wichtige Aufgabe ist es, den Versand der Publikation JESUITEN an die rund 35.000 Einzelbezieher sowie Tausender Exemplare, die an Pfarreien und Bildungshäuser verschickt werden, reibungslos zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen die Kontaktpflege mit dem bestehenden Freundeskreis und das Bemühen, neue Freundinnen und Freunde hinzu zu gewinnen. Mehrmals im Jahr und an wechselnden Orten organisieren wir dazu Begegnungsmöglichkeiten – oft zu einem Schwerpunktthema – , bei denen Interessierte die Gelegenheit haben, sich persönlich mit Jesuiten auszutauschen.

Zur besseren Zusammenarbeit sind die Bereiche Kommunikation und Fundraising im Provinzialat seit Juni zu einer Abteilung zusammengefasst. Seit 2011 gibt es einen elektronischen Newsletter, der monatlich über Nachrichten und wichtige Themen informiert; seit 2016 gibt es die Möglichkeit, im Internet über eigene Online-Formulare zu spenden. Im Bemühen um Transparenz und zur besseren Information über das, was der Orden mit Hilfe der Spenden tun kann, gibt es seit 2010 einen Jahresbericht, der nicht nur einen Überblick über die Finanzen des Fördervereins enthält (Gewinn- und Verlustrechnung), sondern auch Einblick gibt in die vielen Felder, in denen Jesuiten tätig sind.

Zu Beginn der 50er Jahre hegte der damalige Provinzial, Pater Otto Faller, große Hoffnungen: „Wenn es uns gelingen würde, die Zahl der Mitglieder (im Verein) auf 25.000 bis 30.000 Mitglieder zu erhöhen, würde der Freundebund sämtliche Ausgaben für den Ordensnachwuchs decken.“ Pater Faller konnte nicht vorhersehen, welche Entwicklung die Kirche in Deutschland erlebt. Die Mitgliedschaft in einem Förderverein ist heute nicht mehr so selbstverständlich wie in früheren Zeiten. Bislang zählt der „Freunde der Gesellschaft Jesu e.V.“ 2.200 Mitglieder. Dies entmutigt uns aber nicht, sondern spornt unser Bemühen an, das Netzwerk der Freundinnen und Freunde weiter zu entwickeln und auszubauen.

Brigitte Schmitt

Brigitte Schmitt ist Assistentin des Fundraisers im Provinzialat.

Partner

SJ-Generalskurie