Deutsche Provinz der Jesuiten

Deutschlandstipendien ermöglichen einen weiteren Blick

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt ermöglicht ihren Studierenden über Deutschlandstipendien, auch einmal über den eigenen Erfahrungshorizont hinauszuschauen. Die Hochschule in jesuitischer Trägerschaft, die eine der bedeutendsten Ausbildungsstätten in Deutschland für Priester, TheologInnen und PastoralreferentInnen ist, möchte zehn ihrer Studierenden durch diese Studienbeihilfe unter die Arme greifen. Dazu sind jährlich 18.000 Euro erforderlich. Wir danken Ihnen, wenn Sie mit einer Spende derartige Stipendien ermöglichen und somit die Talente junger Menschen fördern.

Lernen bei anderen über Andere

In diesen Monaten lässt sich Marius Retka in Schweden frischen Wind um die Ohren wehen. Der 23-jährige Priesteramtskandidat aus Berlin Kreuzberg studiert an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen im fünften Semester Theologie. Er hat sich für sein Auslandsstudium und -praktikum für das Newmaninstitut in Uppsala entschieden, das ebenfalls vom Jesuitenorden geführt wird. Dank des Deutschlandstipendiums über die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen kann der Theologiestudent seinen Wunsch verwirklichen. Er bekommt Einblick in die Dynamik von Seelsorge in Schweden.

Marius Retka, Magisterstudiengang Theologie, 5. Semester

"Mein Ziel ist es", so verrät Retka, "eine Einsicht in die kirchliche Dynamik vor Ort zu bekommen und den Dialog der Kirche mit der stark säkularen Gesellschaft zu erleben. Welche Rolle spielt die Kirche in einer Gesellschaft, in der sie keine selbstverständliche Größe mehr ist? Wie können wir in diesem Umfeld die Bot­schaft Christi überzeugend in den gesellschaftlichen Diskurs ein­bringen? Für Antworten zu diesen Fragen hoffe ich, in meinem Jahr hier Inspirationen zu finden."

Der gebürtige Berliner hat in Bamberg und Frankfurt die Theorie kennengelernt. Jetzt taucht er in die Praxis des Seelsorgers ein. Er stellt hohe Ansprüche an die künftigen Priester: Sie müssten mehr denn je eine große Offenheit für die Fragen der Zeit haben, gerade wegen der zunehmenden Globalisierung. Diese, so meint Retka, betreffe auch die  Pfarreien. In Deutschland. "Hier kommen, gerade in Berlin, Menschen verschiedenster Kulturen zusammen. Um ihnen gerecht werden zu können, will ich so viel von den Kulturen kennenlernen, mit denen sie sich identifizieren, wie es mir möglich ist."

Dank der Fördermitttel aus dem Deutschlandstipendium kann er seinen Aufenthalt in Schweden finanzieren, mit allen Kosten, die tagtäglich anfallen, aber auch Reisen in ganz Skandinavien und ins Baltikum.

Bei den Deutschlandstipendien steuert der Bund die eine Hälfte der Mittel bei, die andere Hälfte werben die Hochschule bei privaten Förderern ein. Mit den Deutschlandstipendien werden leistungsstarke und engagierte Studierende durch einen monatlichen Betrag in Höhe von 300 Euro gefördert. Auswahlkriterien sind neben den Studienleistungen die Motivation und das ehrenamtliche Engagement der Studierenden. Mit einem Betrag von 1.800 Euro können Förderer ein komplettes Deutschlandstipendium für ein Jahr finanzieren. Kleinere Spenden werden in einem Spendenpool zusammengeführt, so dass aus mehreren Einzelspenden ein Deutschlandstipendium vergeben werden kann.

Wir danken Ihnen herzlich, wenn Sie die Ver­gabe von Deutschlandstipendien durch Ihre Spende er­möglichen könnten:

Kontoinhaber: Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen e. V.
Pax-Bank Köln
IBAN: DE13 3706 0193 4003 6001 01
BIC: GENODED1PAX
Stichwort: Deutschlandstipendium

letzte Aktualisierung am 16.01.2018