Zwischenruf SJ
Die Jesuiten stehen seit ihrer Gründung für die Bereitschaft und den Mut, dorthin zu gehen, wo es unbequem oder sogar gefährlich werden kann. Sie sind vor Ort, stehen mitten im Leben und gehen bewusst auch an die Grenzen – seien sie geografischer, kultureller, intellektueller oder spiritueller Natur. In diesem Blog nehmen Jesuiten aus ihrer Perspektive Stellung zu aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen und ordnen sie ein.
Den jüdisch-katholischen Dialog in seiner Komplexität begreifen
Die jüdisch-katholischen Beziehungen sind nicht an einem Tiefpunkt, aber das Ringen um eine angemessene Haltung zum überaus komplexen Nahostkonflikt hat die Beziehungen unter Druck gebracht hat.
Wie das Kirchenasyl zunehmend unter Druck gerät
Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) schafft einen neuen Tatbestand von Flüchtigsein, wenn sich Asylbewerber dem Zugriff der Behörden entziehen. Dies könnte Kirchenasyl erschweren, wenn nicht unmöglich machen.
Die politische Mitte bricht weg – ein philosophischer Gedanke
Empörung generiert Aufmerksamkeit, Kompromisse hingegen nicht. Was gibt Hoffnung, wenn die digitale Öffentlichkeit keine Verständigung fördert, sondern in politische Lager spaltet?
Heilige vom Sockel holen – und ins Leben rücken
Heilige vom Sockel heben, sie mitten ins Leben stellen, in unser Leben, sie nicht anhimmeln, sondern auf den Boden der Realität stellen, sie gleichsam „erden“ – das bewirkt, dass aus Gipsfiguren vitale Menschen werden „wie Du und ich“.
Longevity: länger leben – aber wofür?
Möglichst gesund, möglichst lange leben – reicht das für ein gutes Leben? Ja, sagt die Longevity-Bewegung. Nein, findet Ignatius von Loyola. Er fragt, wofür es sich wirklich zu leben lohnt.
Führung oder Verführung?
Führung kann zur Verführung werden, wenn narzisstische Konstellationen kollektiv wirksam sind. Welche Rolle spielen der individuelle und kollektive Narzissmus bei der neuen Sehnsucht nach Führung?
Grundrecht auf analoges Leben
Mit dem immer stärker werdenden Druck der Digitalisierung wird das Smartphone zum Tool, ohne das der Alltag bald nicht mehr funktioniert. Doch dadurch entstehen neue Formen der Ausgrenzung.
Die Crux mit den Christfluencern – und ihren unsichtbaren Kritikern
Christfluencer polarisieren. Nicht ihre Posts sind das Problem, sondern ihre Kritiker, die sich weigern, die digitale Sprache zu lernen.