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Atomphysiker Otto Schärpf SJ verstorben

München - Der Atomphysiker und Jesuit Pater Otto Schärpf SJ ist im Alter von 89 Jahren am Donnerstagabend in München verstorben. 1929 in Walldürn geboren, trat er 1948 in Pullach in den Orden ein. Nach dem Noviziat und den philosophischen und theologischen Studien wurde er 1958 in München zum Priester geweiht. Von 1960 bis 1967 studierte er Physik und Mathematik. Nach der Promotion war er seit 1977 zunächst als Privatdozent, später als außerordentlicher Professor an der TU Braunschweig tätig. Ab 1979 arbeitete er zusammen mit internationalen Atomwissenschaftlern am Institut Laue-Langevin in Grenoble in einem Höchstflussreaktor an der stärksten Neutronenquelle der Welt.

Auf die Frage zur Verbindung von Naturwissenschaft und Religion sagte er einmal: "Für mich steht hinter all dem Gott, der mich zu all diesen Dingen hinführt... Ich könnte direkt den Weg aufzeigen, wie Er bisher hinter den kleinsten Dingen gestanden und dafür gesorgt hat, dass nichts ins Leere läuft. Ich bin der Meinung, dass wir in allen Dingen um uns herum, also selbst den kleinsten Kleinigkeiten , Gott begegnen. Er spricht zu uns in allem, was um uns herum und mit uns geschieht. Und was er will, geht immer leicht, selbst das Schwerste geht da leicht. Wenn man sich danach richtet, wird man ein froher Mensch und strahlt Freude aus... Ich weiß von allem, was geschieht, dass dahinter mein 'Chef' steht - und viele meiner Kollegen wissen das auch schon ein bisschen."

1991 wurde er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, seit 1996 arbeitete er an der Physikalischen Fakultät der TUM in Garching und lebte im Berchmanskolleg in München.

Die Beerdigung ist am Dienstag, 25. Juni 2019, um 14.30 Uhr auf dem Ordensfriedhof auf dem Gelände des Pater-Rupert-Mayer-Schulzentrums (Tagesheimschulen), Wolfratshauser Str. 30, 82049 Pullach, anschließend ist das Requiem in der Kapelle des Schulzentrums.

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