• Ⓒ SJ-Bild: Christian Ender
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Jesuitenpater Hans Grotz SJ verstorben

München – Im Alter von 97 Jahren ist Pater Hans Grotz SJ heute Nacht in einem Altenheim in Unterhaching verstorben. Bei ihm war vor kurzem eine Infektion mit dem aktuellen Coronavirus nachgewiesen worden.

Pater Grotz wurde am 13. März 1923 in Schwabegg (jetzt Schwabmünchen) in Bayr. Schwaben geboren. Nach dem Abitur 1942 wurde er zu den Gebirgsjägern eingezogen und war in Russland und in Italien im Kriegseinsatz. Er erlitt Verwundungen und geriet in Kriegsgefangenschaft. Zwei Brüder starben in Russland, eine Schwester starb bei der Pflege von KZ-Häftlingen.

Tief geprägt von diesen Erlebnissen trat er 1946 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein. Nach seinen Studien in Pullach und Innsbruck wurde er 1956 in München zum Priester geweiht. Es folgte ein Aufbaustudium in Kirchengeschichte an der Gregoriana in Rom, das er mit einer Promotion über Ostkirchenkunde 1964 abschloss. Von 1961 bis 1967 war er Studienpräfekt in Innsbruck, wurde dort 1967 habilitiert und war als Dozent für Patrologie und alte Kirchengeschichte tätig. Von 1973 bis 1975 arbeitete er als Krankenseelsorger und Vizedirektor im Missionsärztlichen Institut in Würzburg. 1975 wurde er zum Professor für mittelalterliche Kirchengeschichte an die Pontificia Universita Gregoriana berufen. Nach seiner Emeritierung ging er 1994 in die Seelsorge nach Ravensburg. Ab 1996 war er Krankenseelsorger in München, bis er 2013 aus gesundheitlichen Gründen in die Seniorengemeinschaft der Jesuiten nach Unterhaching umzog.

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