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P. Franz-Josef Steinmetz SJ verstorben

Frankfurt – Der Jesuitenpater Franz-Josef Steinmetz SJ ist tot. Im Beisein seiner Schwester ist Franz-Josef Steinmetz am frühen Morgen des 14. Oktober verstorben.

P. Steinmetz ist am 8. September 1931 in Krefeld am Niederrhein geboren, er hatte drei jüngere Geschwister: einen Bruder (Karl-Heinz + 2008) und zwei Schwestern (Beate + 2020 und Hildegard). Sein Vater wurde schon 1945 kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges in Krefeld tödlich verwundet. Seine Mutter hat ihre Kinder, wie er selber einmal schrieb, in bewundernswerter Weise als Witwe durch die Nachkriegsjahre geführt. Sie starb erst 1998 im hohen Alter von 91 Jahren.

Nach dem Abitur 1952 zog er direkt nach Rom, um dort als „Germaniker“ für das Bistum Aachen an der Päpstlichen Universität Gregoriana Theologie und Philosophie zu studieren. Dort war der Jesuitenpater Wilhelm Klein SJ zu seiner Zeit Spiritual, der sein theologisches und spirituelles Denken zeitlebens beeinflusst hat. Nach sechs Jahren Studium folgte in Rom die Priesterweihe während der Sedisvakanz, da Papst Pius XII. gerade erst verstorben war. Nach Kaplansjahren in der Diözese Aachen trat er 1964 in die Gesellschaft Jesu ein.

Es folgte die Promotion in Trier über die Eschatologie im Epheser- und Kolosserbrief. Im Anschluss an seine Promotion wurde er Redaktionsmitglied bei der Zeitschrift „Geist und Leben“ in München. Nebenher gab er Vorlesungen für Ordensfrauen in Einführung ins Neue Testament, gab Exerzitienkurse oder geistliche Begleitung. 1973 wurde er Spiritual im Priesterseminar Sankt Georgen in Frankfurt. Er selber beschrieb die Zeit als eine „Zeit des dynamischen, nachkonziliaren Übergangs hin zu stabileren Rahmenordnungen und Studienplänen, neue Arbeitsfelder und Berufsbilder“. 35 Jahre nach seinem Studienbeginn kehrte er nach Rom zurück, diesmal nicht als Student sondern als Spiritual der Studenten im Germanicum.

In all den Jahren arbeitete er weiterhin als Redaktionsmitglied von „Geist und Leben“ mit, bis er 1993 Chefredakteur der Zeitschrift wurde. 1926 als „Zeitschrift für Askese und Mystik gegründet“. Ihr heutiger Name entstand 1947, um angesichts des damals spürbaren geistlichen Aufbruchs einen breiteren Leserkreis ansprechen zu können. In den letzten Jahren seines Lebens blieb er stets mit der Zeitschrift verbunden und war für seine Nachfolger ein vertrauensvoller Begleiter.

Bis zu seinem Tod gab er immer wieder Exerzitien und war als geistlicher Begleiter tätig. Bis auf das letzte Jahr verbrachte P. Franz-Josef Steinmetz SJ seinen Lebensabend bei seinen Mitbrüdern in St. Georgen. Im vergangenen Jahr musste er aufgrund seines Alters in ein Altenheim umziehen.

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