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Friedrich Spee von Langenfeld

Friedrich Spee von Langenfeld wurde er am 25. Februar 1591 in Kaiserswerth (Düsseldorf) geboren. Er besuchte das Dreikönigsgymnasium in Köln und trat am 22. Februar 1610 zu Trier in den Jesuitenorden ein. Während seiner theologischen Studien in Mainz wurde er 1622 zum Priester geweiht.

Während des 30-jährigen Krieges dozierte er Philosophie in Paderborn und Köln. Am 20. April 1629 wurde er bei Peine, wo er die Rekatholisierung betreiben sollte, überfallen und schwer verletzt. Nur mühsam konnte er sich davon nach Monaten erholen und 1629 eine Professur für Moraltheologie in Paderborn übernehmen.

Spee engagierte sich mutig gegen den Hexenwahn seiner Zeit. Er beobachtete "Hexenprozesse" und begleitete die Opfer zum Scheiterhaufen. Spees Schrift 'Cautio criminalis' zeugt davon, wie sehr Spee für die Menschenrechte und gegen die Folter eintrat. Das Manuskript erschien im Mai 1631 jedoch wegen der Ordenszensur nicht unter seinem Namen. Trotz kritischer Nachfragen der Ordensleitung erschien 1632 in Frankfurt eine zweite anonyme Auflage, vermutlich mit Billigung seines damaligen Provinzials P. Goswin Nickel, der später selbst Ordensgeneral wurde. Als seine Spees Autorenschaft bekannt wird und die Ordensleitung auf Entlassung bestand, versetzte der Provinzial ihn zum Schutz nach Trier, dort übernahm Spee den Lehrstuhl für Moraltheologie. Bei der Betreuung und Pflege von verwundeten und pestkranken Soldaten in Trier steckte er sich an und starb am 7. August 1635 im Alter von 44 Jahren. Er wurde in der Krypta der Trierer Jesuitenkirche beigesetzt.

Spee gehört zu den hervorragendsten Dichtern der Barockzeit. Sein 'Güldenes Tugendbuch' und seine Liedersammlung 'Trutznachtigall', die posthum erschienen, zeugen davon. Viele seiner Lieder sind bis heute im Gebet- und Gesangbuch 'Gotteslob' aufgenommen, zum Beispiel: "Zu Bethlehem geboren" und "Ihr Freunde Gottes".

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