Judaist und Israel-Kenner P. Christian Rutishauser SJ erklärt im Interview, wie sich die aktuellen Konflikte schon im Alten Testament abzeichnen und warum eine Zweistaatenlösung im Grunde nicht mehr realisierbar ist.
Christian Rutishauser SJ
Pater Christian Rutishauser SJ wurde 1965 geboren und wuchs in St. Gallen auf. Er studierte Theologie in Fribourg und Lyon. Es folgten ein Jahr Pfarreiarbeit und anschliessend das Noviziat der Jesuiten in Innsbruck. 1994-1998 arbeitete er als Studentenseelsorger an der Universität Bern und Leiter des Akademikerhauses in Bern. Das Doktoratsstudium absolvierte Pater Rutishauser im Bereich Judaistik in Jerusalem, New York und Luzern. Dissertation zu Rav Josef Dov Soloveitchik (1903-1990) mit dem Titel «Halachische Existenz» im Mai 2002. Seither hatte Pater Rutishauser verschiedene Lehraufträge im Bereich jüdischer Studien, so an der Hochschule für Philosophie S.J. in München, am Kardinal-Bea-Institut an der Universität Gregoriana in Rom und am Theologischen Studienjahr an der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Bis 2021 war Pater Rutishauser Provinzial der Jesuiten in der Schweiz und anschliessend Delegat für für Hochschulen in der neu gegründeten Zentraleuropäischen Provinz. Im Sommer 2024 übernahm er die Professur für Judaistik und Theologie an der Universität Luzern. Seit 2004 ist er zudem Mitglied der Jüdisch/Röm.-kath. Gesprächskommission der Schweizerischen und seit 2012 auch der Deutschen Bischofskonferenz. Delegationsmitglied der vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum ist er seit 2004; seit 2014 in derselben Funktion ständiger Berater des Heiligen Stuhls.
Am 27. Januar 1945 wurde das Lager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. "Nur wer bereit ist zu lernen, gedenkt angemessen", sagt Judaistik-Professor Christian Rutishauser SJ.
Jesuit Christian Rutishauser ist Experte für den jüdisch-christlichen Dialog und lehrt an der Universität Luzern. Nun wird er für sein langjähriges Engagement mit der Buber-Rosenzweig-Medaille 2026 ausgezeichnet.
„Ich hoffe – trotzdem“, sagt P. Christian Rutishauser SJ zur Situation im Nahen Osten. Im Interview erklärt er, wie es trotz aller Hindernisse gelingen kann, dort Brücken des Friedens zu bauen.
P. Christian Rutishauser SJ hat den jüdisch-christlichen Dialog zu seinem Lebensthema gemacht. Ein Interview über seine Motivation und heutige Herausforderungen.
Die drei großen monotheistischen Religionen stehen in einem Ringen um ihre Form in einer postmodernen Welt. Christian Rutishauser SJ beobachtet zwar eine Entchristlichung in westlichen Gesellschaften, aber etwas bleibt.
Wir Christen dürfen nicht zulassen, dass Juden ihren Glauben heute in Angst und Unsicherheit leben müssen. Nach dem antisemitischen Anschlag in Halle wollen wir uns für Verständigung einsetzen und für den Frieden beten. Juden und Christen können sich gegenseitig in der je eigenen Berufung stärken.
Schreiben ist in den Social Media ein Stück Selbsttherapie. Aber wie ist mit Beschimpfung, mit Hassrede und dummem Geschwätz in den Social Media umzugehen? Ein Beitrag von P. Christian M. Rutishauser SJ.
Die Amazonas-Synode wollte verheiratete Männer als Priester. Papst Franziskus hat sich dagegen entschieden. Warum, ist in einer Notiz des Papstes nachzulesen. Was davon zu halten ist, erklärt ein Schweizer Jesuit.
"Freiheit kommt von innen", so hat P. Christian Rutishauser SJ sein neues Buch genannt. Darin beschreibt er die Lebensschule der Jesuiten als inneren Weg der Meditationspraxis und geistlichen Reflexion.
Gesundheit hat natürlich einen grösseren Wert als Krankheit. Doch auch Gesundheit und das ganze Leben sind relative Werte, weil alles Geschaffene begrenzt ist.
Wer von einer Gesellschaft ausgeschlossen wird, die er heimlich bewundert, findet Zuflucht in einem Weltbild, das Überlegenheit und Ermächtigung verspricht.