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100 Jahre HohenEichen: Guter Boden für das Allerbeste

„Ein idealer gelegenes Exerzitienhaus lässt sich kaum denken!“ So urteilte Pater Augustin Bea SJ, der damalige Provinzial der Oberdeutschen Jesuitenprovinz, nach einem Besuch in HohenEichen im November 1921 in einem Brief an Prinzessin Maria Immaculata von Sachsen. Maria Immaculata war die Schwägerin des letzten sächsischen Königs. Sie schenkte Haus HohenEichen 1921 der Gesellschaft Jesu, „um meiner lieben sächsischen Heimat einen Dienst zu erweisen“ und „das Heil vieler Seelen durch eine Niederlassung der Jesuiten zu bewirken“. Durch eine glückliche Fügung wurde ihr das Haus am Elbhang angeboten, denn die ganze Anlage ist wie geschaffen, um hier einen Ort zu gestalten, an dem Exerzitien in der Tradition des Ignatius von Loyola gegeben werden.

Eine Quelle im Labyrinth

Seit 100 Jahren erfüllen nun die Jesuiten am Elbhang in Dresden-Hosterwitz, unweit vom Schloss Pillnitz, diesen Auftrag ihrer Stifterin. Als Motto für das Jubiläumsjahr 2021 haben wir „Ein guter Boden für das Allerbeste“ gewählt: Frei nach Ignatius von Loyola, der über die Exerzitien sagte, dass sie „doch das Allerbeste“ seien, „was ich in diesem Leben denken, verspüren und verstehen kann, sowohl dafür, dass sich der Mensch selber nützen kann, wie dafür, Frucht bringen und vielen anderen helfen und nützen zu können“. Und weil viele Gäste immer wieder bestätigen, dass HohenEichen „ein guter Boden“ für Exerzitien ist. „Es tut so gut, wieder hier zu sein! Schon beim Hinaufgehen nach HohenEichen ging mir das Herz auf“, sagen Gäste oft bei ihrer Ankunft. Ja, beim Hinaufgehen öffnen sich neue Räume, die zu einer Mitte führen: Der Park mit seinen hohen alten Bäumen und gewundenen Pfaden bietet immer wieder neue Ausblicke und führt zum Hof mit einem Labyrinthstein. In der Mitte des Labyrinths entspringt eine Quelle. Die äußere Anlage entspricht dem Weg der Exerzitien, dem Weg nach innen, bis zur Mitte, zur Quelle der Kraft und des Lebens.

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