• 10. September 2013, Besuch von Papst Franziskus im Centro Astalli des JRS in Rom.
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Papst Franziskus: Flüchtlinge sind Zeichen der Hoffnung

Vatikanstadt (KNA/r) - Der Papst hat dem vom Jesuitenorden betriebenen "Centro Astalli" in Rom für dessen Engagement in der Flüchtlingshilfe gedankt. Die Einrichtung und die vielen Männer und Frauen guten Willens, die dort ihre Zeit und Energie geopfert hätten, seien "ein Zeichen der Hoffnung", schrieb Franziskus in einem am Dienstag veröffentlichten Grußwort zu einer Fotoausstellung, die zum 40-jährigen Bestehen eröffnet wurde. "Tausende von Menschen, die sehr unterschiedlich sind, aber geeint im Wunsch einer gerechteren Welt, in der Würde und Rechte wirklich für alle gelten."

In dem Grußwort wendet sich der Papst auch direkt an die Flüchtlinge, die im Zentrum der Fotoausstellung stehen: „Vor allem Sie, liebe Flüchtlinge, sind das Zeichen und das Gesicht dieser Hoffnung. Sie tragen die Sehnsucht nach einem erfüllten und glücklichen Leben in sich, die Sie darin bestärkt, sich mutig konkreten Umständen und Schwierigkeiten zu stellen, die vielen unüberwindbar erscheinen mögen."

Die Zahl der Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssten, steige immer weiter, so das Kirchenoberhaupt. Oftmals seien Rückführungen und der Bau von Mauern die einzigen Lösungen, zu denen die Regierungen in der Lage seien. Dennoch gebe es Hoffnung auf eine bessere Welt. Denn engagierte Helfer bemühten sich, "Brücken zu bauen, Projekte zu planen, die alle einbeziehen". Auf diese Weise könne der Wunsche nach einer "Kultur der Begegnung" in Erfüllung gehen.

Das "Centro Astalli", der Sitz des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Italien, teilte mit, seine Dienste nun auch in Not geratenen Italienern anzubieten. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hätten zuletzt wieder italienische Staatsbürger Hilfsleistungen der katholischen Organisation in Anspruch genommen. Hauptgrund seien die Folgen der anhaltenden Corona-Krise. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 17.000 Menschen von den landesweit acht Stützpunkten unterstützt. 10.000 davon wandten sich an das Zentrum in Rom. Der italienische Jesuiten-Flüchtlingsdienst betreibt mehrere Suppenküchen und Notunterkünfte. Zudem hilft er Bedürftigen mit medizinischer Versorgung.

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